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jlhadey

thefrenchbird

  • »jlhadey« ist der Autor dieses Themas

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Mittwoch, 20. Januar 2010, 22:23

Test: Gigabyte GA-H55M-UD2H Micro-ATX

Mit der Einführung der Intel Core i3/i5 Clarkdale-Prozessoren sind auch neue Mainboards auf den Markt gekommen. Gigabyte präsentiert, passend zum neuen 32nm Intel Core i5 660 Clarkdale, das GA-H55M-UD2H Mainboard. Das aktuelle Modell basiert auf Intel's H55-Chipsatz und bietet Intel Core i3/i5 mit integriertem Grafikchip sowie Dual DDR3 und ATi CrossFireX-Unterstützung an. Als Grundlage dient der Sockel LGA 1156.



Das Board:
Das Micro-ATX GA-H55M-UD2H präsentiert sich mit einem Gigabyte-blauen PCB. Das Layout des Mainboards ist, in Anbetracht des Micro-ATX-Formats, übersichtlich gestaltet. Alle Anschlüsse sind gut bezeichnet und ebenso erreichbar. Allein der sehr geringe Abstand (1) zwischen den Speicherbänken und der Grafikkarte könnte problematisch werden beim Speichereinbau resp. -ausbau.



Gigabyte spendiert seinem GA-H55M-UD2H Mainboard eine 7-phasige-Stromversorgung (2), vier DDR3-2133-Steckplätze (3), zwei PCI-Express-x16-Ports (x16 und x4) mit CrossFire X Unterstützung (4), einen Gigabit-Ethernet-Controller, einen eSATA- und fünf SATA-II-Anschlüsse (ausgehend vom Intel Chipsatz). Weiterhin gibt es einen Realtek ALC889 HD Sound Chip, zwölf USB-2.0-Ports sowie zahlreiche Onboard-Features wie Ultra Durable 3 und Dual-BIOS. Gigabyte GA-H55M-UD2 HSpezifikationen



Das I/O-Panel verfügt über sechs USB 2.0/1.1-Anschlüsse, einen E-SATA, einen Firewire, einen Gigabit-Ethernet-Port, einen PS2-Stecker für Tastatur oder Maus, einen 7.1 Audio-Anschluss sowie einem S/PDIF optischen Anschluss. Für den Bildschirm stehen D-Sub, DVI-D, HDMI und DisplayPort-Anschlüsse zur Verfügung.

Hinweis: Onboard-Grafikanschlüsse funktionieren nur in Verbindung mit Intel "Clarkdale"-CPUs (Pentium G, i3-5xx und i5-6xx)

Lieferumgang/Software:
Mit zwei SATA-Kabel, einem ATA-Kabel, einer I/O-Blende, Treiber-CD und englischer Dokumentation kann man den Lieferumfang des GA-H55M-UD2H als dürftig bezeichnen, genügt jedoch, um das Mainboard im Betrieb zu nehmen. Sehr praktisch sind die verschiedenen mitgelieferten Tools wie EasyTune6 (Überwachung, BIOS-Einstellungen, Overclocking unter Windows), @BIOS (BIOS-Update unter Windows) oder Smart 6 .



Das BIOS:
Wie von Gigabyte gewohnt, ist das BIOS sehr übersichtlich und einfach zu bedienen. Es bietet zahlreiche Einstellungsmöglichkeiten wie den "MB Intelligent Tweaker" (umfasst verschiedene Einstellungsmöglichkeiten für CPU / CPU- und Speicherspannungen / Multiplikator / Speichertaktfrequenz uvm.) sowie die praktische "Save to CMOS"-Funktion, die das Abspeichern von BIOS-Profilen erlaubt. Zum GA-H55M-UD2H gehört auch eine ausgereifte Lüftersteuerung.

Testbedingungen:

CPU: Intel Core i5-660, 3.3GHz
CPU Kühler: Corsair H50 Wasserkühlung
Mainboard: Gigabyte GA-H55M-UD2H
Speicher: 2 x 2 GB Corsair DDR3-1333 Dominator 7.7.7.20
Grafikkarte: Gigabyte ATi Radeon HD 4850 1 GB
Festplatte: Samsung 500 GB F3
Netzteil: Corsair TX850W
Bench-Table: Cooler Master CL-001-KKN1-GP
Betriebssystem: Windows 7 Home Premium 64bit
Grafikkarte-Treiber: ATI Catalyst 9.11
Benchmarks: Futuremark PCMark Vantage & 3DMark Vantage, Sisoft Sandra Lite, wPrime, Cinebench R10.
Games: Crysis, Far Cry 2

Testresultate:



Overclocking:
Durch Übertaktung (Overclocking) versucht man eine höhere Leistung des Gesamtsystems zu erzielen. Wir versuchen bewusst nicht die absolute Höchstgeschwindigkeit zu erreichen, sondern die besten Einstellungen zu ermitteln, um einen sicheren und stabilen Betrieb des Computers zu gewährleisten. Wir verwenden zuerst die 3 vorgespeicherten Overclockingeinstellungen des Gigabyte-EasyTune6-Tools. EasyTune6 unter Windows starten, Tuner-Registerkarten öffnen und die gewünschte Taktfrequenz wählen. Wirksam werden die Änderungen erst nach einem Neustart des Computers. Alle mit EasyTune6 durchgeführten Übertaktungen liefen problemlos. Für das zweite Overclocking (4.42GHz) stellen wir das BIOS manuell ein.



Fazit:
Das Gigabyte GA-H55M-UD2H Micro-ATX-Mainboard bietet alles, um einen HTPC, Multi-Media-, Office- oder Zweit-PC zu bauen. Gute Performance, ordentliche Ausstattung, reichlich Anschlüsse (USB, SATA, eSATA,), absolut lautloser Betrieb sowie die Vielfalt der Onboard-Grafikanschlüsse. Und mit einer separaten Grafikkarte wie einer ATi Radeon 5750 oder einer nVidia 260 eignet sich das Gigabyte-Board auch für einen Budget- oder Mittelklasse-Gamer PC. Einzig der magere Lieferumfang und der knappe Abstand zwischen Grafikkarte und Speichermodulen (bei Micro-ATX Mainboards aber beinahe unvermeindlich) stört den sonst guten Eindruck. Sieht man jedoch von diesen kleinen Schwächen ab, handelt es sich um ein ordentliches Mainboard zu einem sehr fairen Preis.

Pro:
+ Preis
+ Ausstattung
+ Onboard Grafikanschlüsse
+ Gute Performance
+ Overclocking
+ BIOS
+ Lautlos

Contra:
- Layout
- Lieferumfang
- Keine CrossFire-Brücke

Empfohlene Einsatzmöglichkeiten:
- Multi-Media PC
- HTPC
- Office-PC
- Gamer-PC der Mittelklasse (mit ein separate Grafikkarte)

Das Gigabyte kann bei Digitec.ch zu einem Preis von CHF 131.- erworben werden. (Stand: 21. Jan. 2010)


Autor: Jean-Luc Hadey, jlhadey@8ware.ch
Redigiert durch: Helios

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